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Die Kraft der Sonne
Die Kraft der Sonne |
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Die Sonne ist die Grundlage aller Lebensprozesse
auf der Erde. Außer der Kernenergie und der
Erdwärme sind alle heute gebräuchlichen Energiearten eine
direkte oder indirekte Nutzung der Sonnenenergie.
Bei fossilen Brennstoffen wie z.B. Öl und Gas, oder bei Biomasse
wie Holz, handelt es sich um seit Millionen Jahren gespeicherte
Sonnenenergie. Da diese Energiequellen in naher Zukunft aufgebraucht
sein werden, muß die Menschheit möglichst bald über
neue Energiequellen verfügen. |
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Hier liegt es nahe, die Sonnenenergie
zu nutzen. Jährlich trifft etwa das 20.000fache
der benötigten Weltjahresenergie in Form von Sonnenenergie
auf die Erdoberfläche.
Das bedeutet, daß täglich 50 mal mehr Energie von der
Sonne auf die Erde gestrahlt wird, als die Menschheit in einem Jahr
verbraucht. Das ist nur ein 0,5 Milliardstel der gesamten von der
Sonne abgegebenen Energie. Eine der interessantesten Methoden die
Sonnenenergie direkt zu nutzen, ist die Erzeugung von elektrischer
Energie mittels Solarzellen. Diese Technik gibt es seit etwa 30
Jahren. |
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Die Sonne ist eine glühende Gaskugel
mit einem Durchmesser von 1,39 Millionen km. Zum Vergleich: Die
Erde hat einen Durchmesser von 12760 km. Der Durchmesser der Sonne
ist damit 109 mal größer, als der der Erde. Die Entfernung
zwischen Sonne und Erde beträgt 150 Millionen km. Das Licht
benötigt acht Minuten um diese Entfernung zurückzulegen.
Die Sonne besteht zu 75% aus Wasserstoff, zu 23% aus Helium und
zu 2% aus anderen Elementen. Auf ihrer Oberfläche herrschen
Temperaturen von ca. 5700 °C. Bei der ständigen Kernfusion
werden Wasserstoffatome in Helium umgewandelt. Die dabei frei werdende
Energie wird als Licht- und Wärmestrahlung an den Weltraum
abgegeben. In jeder Sekunde werden vier Millionen Tonnen Material
in Energie umgewandelt. |
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Die Sonnenstrahlung
Die Sonnenstrahlung setzt sich aus Strahlungen verschiedener
Wellenlängen bzw. Frequenzen zusammen. Diese sind für
das menschliche Auge nur zum Teil sichtbar. Die sichtbare Strahlung
erzeugt das bekannte Regenbogenspektrum. Weiterhin gibt es Infrarot-
(IR)- und Ultraviolett- (UV)- Strahlung.
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Addiert man diese Leistungen, so erhält man die sogenannte
Solarkonstante=1353 W/m². Auf der Erdoberfläche beträgt
die Maximalleistung der Sonneneinstrahlung noch etwa 1000 W/m².
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Bedingungen auf der Erde
Auf der Erde wird zwischen zwei verschiedenen Maßstäben
für die Sonnenstrahlung unterschieden:
- die Anzahl der Sonnenscheinstunden pro Tag, Monat und Jahr
- die Globalstrahlung
Eine Sonnenscheinstunde ist definiert als eine Stunde direkter
Strahlung von mindestens 200 W/m². Direkte Strahlung ist diejenige
Strahlung, die Schatten wirft. In Deutschland beträgt die Sonnenscheindauer
etwa 1400 bis 2000 Stunden pro Jahr. Diese Zahlen schwanken je nach
Ort erheblich. Für photovoltaische Systeme ist aber nicht nur
direkte Sonnenstrahlung nutzbar, sondern auch diffuse Strahlung.
Aus der Addition dieser beiden Größen ergibt sich die
Globalstrahlung .
Die diffuse Strahlung setzt sich aus der Reflexionsstrahlung und
der Himmelsstrahlung zusammen. |
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Schaltungsmöglichkeiten
Da die Ausgangsspannung einzelner Solarzellen normalerweise zu
niedrig ist um Verbraucher zu betreiben, schaltet man ausreichend
viele Einzelzellen zu Modulen zusammen. Hier besteht sowohl die
Möglichkeit der Reihen- als auch der Parallelschaltung. Durch
Parallelschalten von Solarzellen addieren sich die einzelnen Ströme
zum Gesamtstrom. Die parallel geschalteten Solarzellen sollten alle
die gleichen physikalischen Parameter haben. In der Praxis ist das
Parallelschalten nicht sehr verbreitet, da eine einzelne Solarzelle
bereits einen Strom von über 4 A liefern kann.
Fast immer werden Solarzellen bei der Verschaltung zu Modulen in
Reihe geschaltet. Eine einzelne Solarzelle liefert unter Last eine
Spannung von etwa 0,45 V. Es ist üblich, Module aus 36, 54
und 108 Solarzellen zusammenzusetzen. Diese liefern dann unter Last
Spannungen von 17 V, 25 V und 50 V. Diese Spannungen eignen sich
auch um gängige Akkumulatoren zu laden.
Wie bereits erwähnt, werden Solarzellen in der Regel in Reihe
zu Modulen zusammen geschaltet. Unter der Voraussetzung, daß
die verwendeten Solarzellen weitgehend gleiche elektrische Parameter
haben, und daß die Module sauber sind sowie gleichmäßig
bestrahlt werden, trägt jede einzelne Zelle zu gleichen Teilen
zur Gesamtleistung des Moduls bei. |
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Wechselrichter
In den vorangegangenen Blockschaltbildern sind jeweils
Wechselrichter erforderlich. Sie spielen in photovoltaischen Systemen
eine bedeutende Rolle. Sofern man die Versorgung eines Hausstromnetzes
mit Energie aus Solarzellen anstrebt, müssen Wechselrichter
eingesetzt werden. In Hausnetzen ist Wechselstrom üblich, aber
Solarzellen erzeugen ausschließlich Gleichstrom. In der Photovoltaik
haben Wechselrichter die Aufgabe, aus dem vom Solargenerator erzeugten
Gleichstrom einen im Idealfall sinusförmigen Wechselstrom mit
einer Frequenz von 50 Hz zu erzeugen.
In der Vergangenheit wurde eine Reihe sehr unterschiedlicher Bauarten
von Wechselrichtern entwickelt. Im Rahmen dieser Arbeit soll hier
nur kurz auf zwei mögliche Bauarten eingegangen werden. Es
lassen sich grundsätzlich folgende Anforderungen an Wechselrichter
festlegen:
- Sie sollen immer optimal an die Solarmodule angepaßt
sein. Angestrebt wird der Betrieb der Solargeneratoren im Maximum-Power-Point
(MPP).
- Sie sollen möglichst verlustfrei arbeiten, also einen
möglichst hohen Wirkungsgrad haben. Hier ergeben sich häufig
Probleme, denn Wechselrichter müssen in vielen Fällen
große Leistungsbereiche abdecken und auch im Teillastbereich
mit einem möglichst guten Wirkungsgrad arbeiten.
- Für den Netzparallelbetrieb müssen sie die Bedingungen
der Energieversorgungs-unternehmen (EVU) erfüllen.
Man unterscheidet selbstgeführte und netzgeführte Wechselrichter.
Selbstgeführte Wechselrichter erzeugen die Frequenz ihrer Ausgangsspannung
selbst. Netzgeführte Wechselrichter dagegen übernehmen
die Netzfrequenz bzw. werden von ihr gesteuert. Es liegt auf der
Hand, daß netzgeführte Wechselrichter nur für Systeme
mit Netzankopplung in Frage kommen. Im Inselbetrieb steht kein Netz
zur Verfügung, folglich können dort nur selbstgeführte
Wechselrichter eingesetzt werden.
Wechselrichter unterscheiden sich auch bezüglich ihrer möglichen
Eingangsspannungen stark. Diese kann im Bereich von 10 V bis 30
V für kleine Wechselrichter und im Bereich von 350 V bis 600
V für größere Systeme liegen. Mit den kleinen Wechselrichtern
ist es möglich ein bis zwei gängige Solarmodule zu betreiben.
Die größeren Wechselrichter erfordern schon wegen der
hohen Eingangsspannung die Reihenschaltung mehrerer Module. Sie
finden Verwendung in Systemen im kW-Bereich.
Es ist nun aber keineswegs so, daß Anlagen mit einer Nennleistung
von einigen kW immer nur einen, dafür aber leistungsstarken
Wechselrichter haben. Es gibt eher einen Trend zu mehreren kleinen
Wechselrichtern. Der Einsatz von vielen kleinen Wechselrichtern,
die jeweils nur mit wenigen Solarmodulen zusammengeschaltet sind,
unterstreicht die Modularität photovoltaischer Systeme. Voraussetzung
für einen hohen Systemwirkungsgrad ist die optimale Anpassung
der Wechselrichter an die Solarmodule, am besten wäre immer
der Betrieb im Maximum-Power-Point. Diese Anpassung läßt
sich leichter vornehmen, wenn Solarmodule und Wechselrichter als
Einheit konzipiert werden. Ein weiterer Vorteil der Modularität
besteht in der einfachen Erweiterbarkeit eines solchen Systems.
Hinsichtlich des Preises ergeben sich natürlich ebenfalls Vorteile,
wenn gewisse "Standardkombinationen" von Solarmodulen
und Wechselrichtern in großer Zahl auf dem Markt verfügbar
sind. |
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